Paranoia De-Prompting: Artistic Experiments on Generative Images
Am 15. Juli 2026 waren Ting-Chun Liu und Leon-Etienne Kühr bei uns zu Gast und gaben mit „Paranoia De-Prompting: Artistic Experiments on Generative Images“ einen spannenden Einblick in ihre künstlerische Auseinandersetzung mit generativer KI.
Ting-Chun Liu und Leon-Etienne Kühr arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und kritischer Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz. Gemeinsam haben sie in den vergangenen drei Jahren mehrfach beim Chaos Communication Congress über ihre künstlerischen Experimente mit KI und digitalen Technologien gesprochen. Ihre Vorträge tragen die Titel Self-cannibalizing AI (37C3), arafed futures (38C3) und 51 Ways to Spell the Image Giraffe (39C3). Ihre Arbeiten verbinden dabei künstlerische Praxis mit der Untersuchung der technischen und gesellschaftlichen Mechanismen hinter KI-Systemen.
In ihrem englischsprachigen Vortrag untersuchten sie die verborgenen Mechanismen generativer Bildsysteme und zeigten anhand verschiedener künstlerischer Experimente, wie sich die vermeintlichen „Black Boxes“ hinter der Bildgenerierung erforschen und hinterfragen lassen. Dabei ging es unter anderem um das Zusammenspiel verschiedener Modelle, Feedbackprozesse und adversariale Methoden.
Im Anschluss an den Vortrag entstand eine offene und angeregte Diskussion, in der die Teilnehmenden gemeinsam mit den Vortragenden über die vorgestellten Methoden, die technischen Hintergründe und die künstlerischen Möglichkeiten generativer KI diskutierten.
Wir bedanken uns herzlich bei Ting-Chun Liu und Leon-Etienne Kühr für den spannenden Vortrag und den offenen Austausch!
Vortrag von David Kriesel
Am 21.11.2025 war David Kriesel bei uns zu Gast.
David Kriesel studierte Informatik an der Universität Bonn und ist heute vor allem für seine ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Vorträge rund um Big Data bekannt. Große Aufmerksamkeit erlangte er außerdem durch die Aufdeckung eines schwerwiegenden Bugs in Xerox-Scannern.
Für uns hielt er erneut seinen bekannten Vortrag „BahnMining“, in dem er die Datenerhebung und -analyse der Deutschen Bahn untersucht. Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte, fast dreistündige Diskussionsrunde: Von technischen Details der Datenauswertung über Tipps für Studium und Berufseinstieg bis hin zu persönlichen Einblicken und Meinungen war alles dabei.
Die rund 200 Teilnehmenden waren begeistert – und wir haben uns sehr über das große Interesse sowie die spannenden Gespräche gefreut.
Bundesweites JGI Treffen in Bonn
Vom 24. bis 26. Oktober 2025 kamen aktive Mitglieder der JGI zu einer gemeinsamen Präsenzsitzung zusammen. Das Treffen bot den deutschlandweit verteilten Hochschulgruppen die Gelegenheit, sich besser kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam an aktuellen und zukünftigen Projekten der JGI zu arbeiten.
Den Auftakt bildeten am Freitag eine Führung durch den Hochleistungsrechner MARVIN der Universität Bonn, gefolgt von einer Kennenlernrunde und einem gemeinsamen Abendessen. Am Samstag stand zunächst die hybride JGI-Sitzung auf dem Programm. Anschließend gab es Zeit für Workshops und Besprechungen in kleinerer Runde, bevor wir den Nachmittag für ein gemeinsames Kultur- und Freizeitprogramm nutzten.
Dabei ging es unter anderem durch den Botanischen Garten und die Bonner Innenstadt zum Arithmeum, wo wir bei einer Führung mehr über die Geschichte mechanischer Rechenmaschinen und die Entwicklung des Rechnens erfuhren. Den Abend ließen wir anschließend gemeinsam in einer Cocktailbar ausklingen.
Am Sonntag fand zum Abschluss noch ein gemeinsames Plenum statt, in dem wir die Ergebnisse des Treffens zusammenführten und weitere Vorhaben besprachen.
Das Präsenztreffen hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der persönliche Austausch für die überregional verteilte JGI ist. Neben der gemeinsamen Arbeit an Projekten blieb vor allem viel Raum, um sich besser kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und Ideen für die weitere Arbeit in der JGI mitzunehmen.
Wir bedanken uns bei allen, die dabei waren und das Treffen mitgestaltet haben!
Führung durch MARVIN – den Hochleistungsrechner der Uni Bonn
Am Donnerstag, dem 03. Juli 2025, hatten wir die besondere Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen von MARVIN, dem zentralen Hochleistungsrechner (HPC-Cluster) der Universität Bonn, zu werfen. Ermöglicht wurde dieses spannende Event durch die freundliche Unterstützung von Jan Steiner vom High Performance Cluster der Uni Bonn – vielen Dank dafür!
MARVIN wurde im Jahr 2023 in Betrieb genommen und zählt heute zu den leistungsfähigsten wissenschaftlichen Rechensystemen in Deutschland. Mit Platz 423 in der globalen Top500-Liste der Supercomputer beeindruckt MARVIN nicht nur durch Rechenleistung, sondern auch durch seine Bedeutung für Forschung und Lehre. Forschende und Studierende nutzen ihn u. a. für Simulationen, komplexe Datenanalysen und Anwendungen im Bereich Machine Learning.
In einer etwa 45-minütigen Führung erhielten wir exklusive Einblicke in den Serverraum sowie den angrenzenden Kühlungsbereich, der notwendig ist, um die gewaltigen Wärmemengen des Systems effizient abzuführen. Jan Steiner begleitete uns dabei mit vielen spannenden technischen Details und Anekdoten aus dem Alltag im HPC-Betrieb.
Nach der Führung ließen wir den Abend bei einem gemütlichen Get-together im Café Extrablatt ausklingen. Bei kalten Getränken und guter Stimmung wurde nicht nur über Supercomputer geplaudert – wir sammelten auch zahlreiche neue Ideen für zukünftige Events, unter anderem einen monatlichen Stammtisch. Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen – einige der hier entstandenen Ideen werden bald Realität!
Game Jam: „Time is Money“ – 48 Stunden Kreativität und Code
Anfang April 2025 konnten wir gemeinsam mit der Fachschaft Informatik einen spannenden Game Jam veranstalten. Unter dem Motto „Time is Money“ entwickelten insgesamt 20 motivierte Teilnehmer*innen vor Ort sowie zwei Remote-Teams innerhalb von 48 Stunden eine Vielzahl an kreativen und einzigartigen Spielen.
Am Ende der Veranstaltung wurden sechs Spiele präsentiert – jedes mit einer eigenen, cleveren Interpretation des Themas:
- Strategie trifft Geduld: Ein rundenbasiertes Spiel, in dem man Geld ansammelte, indem man nichts tat – dabei erhöhte sich der Multiplikator. Doch Angriffe von Gegnern zwangen zum Handeln, was wiederum den Multiplikator zurücksetzte. Ziel: eine bestimmte Geldsumme erreichen.
- Point & Click Adventure: Ein atmosphärisches Rätselspiel, in dem ein mysteriöser Gelddrucker aufgespürt und zerstört werden musste.
- Tower Defense mit Twist: Mit begrenzten Ressourcen mussten taktisch platzierte, manuell reaktivierbare Hindernisse so eingesetzt werden, dass Gegnerwellen möglichst lange abgewehrt werden konnten – Highscore inklusive.
- 2D-Platformer: In klassischer Jump-'n'-Run-Manier verlängerte das Einsammeln von Geld die verbleibende Spielzeit – Zeit war wortwörtlich Geld.
- Overcooked trifft Uhrwerk: In diesem kooperativen Spiel mussten Spielteams unter Zeitdruck Uhren zusammenbauen und an ungeduldige Kund*innen ausliefern, bevor diese das Geschäft verließen.
- Golf mit Minispielen: Ein unterhaltsames Golfspiel mit eingebauten, thematisch passenden Minigames zwischen den Runden – Geld stand dabei stets im Mittelpunkt.
Ein riesiges Dankeschön an alle Teilnehmenden, Helfenden und Unterstützenden – ohne euch wäre dieser Game Jam nicht möglich gewesen!